Zigeunermusik mit Schwung

 

Braunschweiger Vokal-Ensemble Con Brio tritt am Sonntag auf Burg Warberg auf

WARBERG. Zigeunerweisen sind am Sonntag, 24. August, ab 15 Uhr auf Burg Warberg zu hören. Zum zweiten Mal ist dann das Braunschweiger Vokal-Ensemble Con Brio auf der Burg zu Gast.

Schon vor einem Jahr, anlässlich des Tages des offenen Denkmals, waren die Sänger in Warberg aufgetreten – damals mit Opern- und Musicalstücken. Die Idee hatte Wolfgang Völling gehabt, ein Con-Brio-Mitglied aus Königslutter.

"Das, was wir einstudieren, ist unser Privatvergnügen", sagt Christine Hintz-Kosfelder, die Leiterin des in der Regel elf bis zwölf Sänger starken Ensembles. Con Brio sei im Umfeld des so genannten Extra-Chors des Braunschweiger Staatstheaters entstanden. Man habe sich neben der regulären Arbeit zusammengefunden, um jenseits des Theaterprogramms aufzutreten. Gesungen habe das Ensemble bereits etwa im Braunschweiger Stadtpark, im Augustinum und im städtischen Museum

Das Repertoire von Con Brio ("mit Schwung") besteht, so Christine Hintz-Kosfelder, aus verschiedensten Stücken für kleine Besetzungen, vor allem aus Oper, Operette und Musical. Zwei Pianisten, darunter die Leiterin selbst, begleiten den Gesang. Am Sonntag steht die Romantik im Mittelpunkt. Chormusik von Schumann und Brahms (ungarische Tänze) ist zu hören, außerdem Ausschnitte aus Verdis Frühwerk (Der Troubadour, La Traviata) und aus der Strauß’schen Operette "Der Zigeunerbaron". Die Komponisten des 19. Jahrhunderts seien "fasziniert von der Exotik des Zigeunervolks" gewesen, sagt Christine Hintz-Kosfelder. Dass bei der Einschätzung des Zigeunerlebens stets ein gutes Stück romantische Verklärung im Spiel war, räumt sie ein. Es fänden sich in der Musiklitaratur dieser Zeit aber viele schöne Kompositionen.

Nähere Informationen gibt es unter Telefon (0 53 55) 961-0 oder im Internet unter www.burg-warberg.de

 


Braunschweiger Zeitung, 18.08.2003 | Autor: Toni Korporal