Als Zugabe das Trinklied aus "La Traviata"

 

WARBERG. Mit viel Schwung und guter Laune präsentierte das Braunschweiger Vokalensemble "Con Brio" auf der Burg Warberg am Sonntag zum neunten Mal ihr Sommerkonzert. Erstmals zu diesem Anlass konzertierten sie mit dem "Trio Con Brio" aus Hildesheim.

Bei Dauerregen musste es im großen Saal stattfinden. Rund 160  Besucher hatten sich eingefunden und genossen Nachmittagsunterhaltung auf hohem Niveau. "Con Brio" bedeutet "Mit Schwung" und den überträgt das Ensemble wortwörtlich auf das Publikum. Die sechs Frauen und fünf Männer gehören dem Extra-Chor des Staatstheaters Braunschweig an. Der überwiegende Teil verfügt über eine klassische Gesangsausbildung. Sie singen schon lange zusammen.

Die Leitung und Klavierbegleitung lag in den Händen von Christine Hintz-Kosfelder, ehemals Dirigentin und Korrepetitorin am Staatstheater.

Gerhard Eckels (Bass) führte gewohnt amüsant durch das sorgsam ausgewählte Programm, diesmal unter dem Motto "Walzer vokal ...". Und schwungvoll begann es mit Tschaikowskys Walzerfolge aus der Oper Eugen Onegin. Auch wenn das Vokalensemble schon allein mit Klavierbegleitung ein wahrer Ohrenschmaus ist, so waren die instrumentalen Einflüsse des "Trio Con Brio" eine große Bereicherung.

Violine spielte Mariusz Januszkiewicz, das Violoncello Anna Gaschler und am Klavier Burkhard Bauche, Konzertmeister und Studienleiter am Braunschweiger Staatstheater. Wunderschön ihre Darbietungen von Johann Strauß, Emil Waldteufel und Paul Lincke.

Die Interpretation des "Trio Con Brio" des "Ungarischen Tanzes Nr.  5" von Johannes Brahms konnte feuriger kaum sein; kein Kopf oder Fuß, der nicht mit wippte. Sanft und träumerisch dann, das Vokalensemble beim "Moon River" von Henry Mancini. Die geschmeidige Dynamik des Werkes, brachten die Sänger und Sängerinnen großartig zum Ausdruck.

Das Trinklied aus Verdis "La Traviata" war nach heftigem Beifall die Zugabe.

"Con Brio" bilden Mitglieder des Extra-Chors des Staatstheaters.


Braunschweiger Zeitung, 19.08.2010 | Autorin: Dagmar Völling