"Heinzelmännchens Wachparade" auf der Burg Warberg

WARBERG:
Kurz entschlossen wählte das Vocalensemble den Burghof, nachdem schon der großen Saal fest vorgesehen war. Man vertraute auf den Wettergott und wurde nicht enttäuscht: Der Sonnenschein begleitete das Konzert bis zum Ende. Immer wieder wurden Stühle herbeigeholt, so groß war der Besucherandrang.

Das Vocalensemble Con Brio war schon des Öfteren zu Gast auf der Burg Warberg und wurde denn auch mit lebhaftem Beifall begrüßt. Gerhard Eckels als präziser Moderator führte durch das sorgsam ausgewählte Programm, das unter dem Motto "Operette und gepflegte Unterhaltungsmusik" stand.

Die Mehrzahl der acht Sängerinnen und sechs Sänger gehören dem Extrachor des Staatstheaters Braunschweig an. Sie singen schon lange zusammen und damit ist auch die hohe Gesangskultur erklärt. Die Leitung und die Klavierbegleitung lag in den Händen von Christine Hintz-Kosfelder. Konzertmeister Joachim Heimbrock begeisterte als überzeugender Violinsolist, der unter anderem den "Csardas" von Vittorio Monti, "Heinzelmännchens Wachparade" von Kurt Noack und "Großmütterchen" von Gustav Langer so recht nach Erwartungen der vielen Zuhörer gestaltete.

Der Operettenteil ließ bekannte Melodien von Johann Strauß, Franz Lehár und Paul Lincke in bester Wiedergabe erklingen und auch die aus dem Repertoire der "Comedian Harmonists" wurden mit Geschunkel und Kopfwippen begleitet. "Mein kleiner grüner Kaktus", "Liebling mein Herz" und "Wochenend und Sonnenschein" bewiesen, wie schon seit vielen Jahrzehnten, ihre Beliebtheit.

Der Schlussapplaus wollte kein Ende nehmen und es gab zwei Zugaben. Mehrmals hörte man die Meinung; "Am Sonntag, 2.  September, wird das Konzert in der Alten Schmiede in Braunschweig wiederholt, da sind wir wieder mit dabei." Das beweist treffend den großen Erfolg von Con Brio. Mit viel Schwung hat man eine schöne Nachmittagsunterhaltung geboten.


Braunschweiger Zeitung, 28. August 2007 | Autor: Erwin Frohnhöfer